Mit Platz sieben unter 17 Teams in der FIA-WRC Academy endete das Debüt von DSK-Mitglied Valentin Hummel und Katja Geyer (Bensheim/Frankfurt) bei der Rallye- Weltmeisterschaft. In der Academy werden die Jungtalente auf die große WM-Bühne herangeführt. Das Finale im britischen Wales beinhaltete für den Nachwuchs 17 Wertungsprüfungen (WP) auf Bestzeit über rund 270 Kilometer und war einen Tag kürzer als für den Rest der Feldes.
Auf einem angemieteten 180 PS starken frontgetriebenen Ford Fiesta R2 des Werksteams von M-Sport konnte sich Hummel nach dem Start am Donnerstagnachmittag von Platz 58 auf 45 verbessern. Der relativ hohe Schotteranteil auf den anspruchsvollen Waldpassagen forderte den Fahrern alles ab. Erschwerend hinzu kamen Nebel, Regen und Dunkelheit. Der 20- Jährige Südhesse bewies jedoch Nerven und leistete sich kaum Fehler „Die Wege waren teils sehr ausgefahren und wir setzten öfters mit dem Unterbodenschutz auf“, meinte Hummel am Freitagabend im Etappenziel in Cardiff auf Platz 50 liegend. Auf den letzten drei Wertungsprüfungen am Samstag ging der Bensheimer bis ans Limit mit dem Ford Fiesta. Ein Getriebeproblem bremste seinen Tatendrang jedoch etwas ein. Am Ende belegte das Mixed-Team nach 3:23:04,2 Stunden Fahrzeit den hervorragenden siebten Academy-Platz und Rang 41 in der Gesamtwertung.
„Trotz der schwierigen Bedingungen hat es viel Spaß gemacht und wir konnten viel Erfahrungen sammeln“, zog Hummel eine positive Wales-Bilanz. Sollte er das nötige Budget aufbringen können, will der Maschinenbaustudent bei den sechs Academy- Läufen im kommenden Jahr teilnehmen, Saisonbeginn ist am 30. März in Portugal. Academy-Sieger in Wales wurde der Ire Craig Breen nach 3:06:10,7 Stunden. Nach 350 Bestzeit-Kilometer über 23 Wertungsprüfungen gewannen am Sonntagnachmittag unter insgesamt 74 Teams nach 3:27:03,5 Stunden die beiden Finnen Jari- Mati Latvala und Mikka Anttila im allradgetriebenen Ford Fiesta RS WRC. Ihren achten Weltmeistertitel in Folge sicherten sich Sebastien Loeb/Daniel Elena (Frankreich/Monaco) im Citroen DS 3 als Tabellenführer trotz ihres vorzeitigen Ausscheidens nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall am Sonntagmorgen auf einer Verbindungsetappe. Deren direkte Verfolger, Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen aus Finnland, mussten am Freitag nach einem Fahrfehler im Ford Fiesta RS WRC ihre möglichen Titelhoffnungen abhaken.
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